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Ausschreibung für "Kunst vor Ort" zum Thema "Luther und die Reformation" läuft


Pressemitteilung März 2017

„Kunst vor Ort“ geht in seine nächste Runde. Standort des Kunstwerkes ist diesmal Langen. Das Thema des Wettbewerbs 2017 lautet passend zum Lutherjahr: Luther und die Reformation. Der Kreis Offenbach, die Sparkasse Langen-Seligenstadt, die Stadt Langen sowie die Evangelische Kirchengemeinde Langen haben in diesem Zusammenhang den Entwurf und die Ausführung einer Skulptur für den Lutherplatz in der Innenstadt ausgeschrieben.

„Die von Martin Luther am 31. Oktober 1517 am Portal der Schlosskirche zu Wittenberg angebrachten 95 Thesen setzten den entscheidenden Impuls der reformatorischen Bewegung. Die Reformation veränderte die Kirche, Europa und die Welt. Errungenschaften wie Freiheit, Bildung und Sprache sind heute selbstverständliche Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, die aber immer wieder neu herausfordern“, schildert Landrat Oliver Quilling die Hintergründe der diesjährigen Ausschreibung. Martin Luther wurde in seinem Wirken gleichsam zur Symbolfigur der Reformation. Auf dem nach ihm benannten Platz in der Innenstadt Langens soll jetzt ein Kunstwerk auf die Reformation verweisen und deren Bedeutung für Gegenwart und Zukunft herausstellen.

Wer am Wettbewerb teilnimmt, muss eine fundierte künstlerische Ausbildung vorweisen können. In Sachen Stil und Material sind dabei keine Grenzen gesetzt. Bei der Umsetzung des Themas ist allerdings darauf zu achten, dass die Unterhaltungskosten wirtschaftlich vertretbar sind.

Die Finanzierung übernehmen der Kreis Offenbach und die Evangelische Kirche. Die Sparkasse Langen-Seligenstadt wird die Aktion, wie schon in den Vorjahren, mit einem namhaften Betrag fördern. „Der Vorstand der Sparkasse Langen-Seligenstadt freut sich, dass das Kunstwerk am Hauptstellen-Standort Langen an exponierter Stelle errichtet wird“, sagt Walter Metzger, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Sparkasse.

Wo exakt das Werk auf dem Lutherplatz stehen wird, ist noch offen. „Möglichkeiten gibt es nahezu überall auf den Fußgängerflächen rund um den Kreisverkehr“, erklärt Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt. Wichtig sei lediglich, dass installierte Objekte und der Baumbestand nicht weichen müssen und die Wege für Fußgänger nicht behindert werden. Schon ganz klar definiert ist der Zeitplan für das Projekt: Die Ausschreibung sieht vor, dass die Skulptur selbst spätestens am 23. Dezember 2017 eingeweiht werden soll.

Gebhardt findet, dass das Vorhaben ein weiteres wichtiges Projekt neben der bereits vorhandenen Kunst im öffentlichen Raum ist. „Bei uns im gesamten Stadtgebiet haben wir durchaus beachtliche Objekte, die Aufmerksamkeit verdient haben, inspirieren und Orientierungspunkte sind“, sagt der Verwaltungschef. In Gesellschaft des markanten Brunnens aus rotem Vanga-Granit im Zentrum des Lutherplatzes und der ebenfalls steinernen Lutherbibel auf der Ostseite, die leider derzeit kaum mehr wahrnehmbar sei, (beides Werke des 2016 verstorbenen Bildhauers Rudi Scheuermann), käme die neu geschaffene Skulptur gewiss ausgezeichnet zur Geltung. „Kunst im öffentlichen Raum ist immer ein Blickfang, für jedermann erlebbar und setzt Signale für kommende Generationen“, betont Gebhardt und nennt die Stelen von Christian Rothmann an der Ortseinfahrt nahe der Feuerwache, den Europa-Brunnen von Jürgen Görtz am Bahnhofsvorplatz und die Bronzeskulptur von Gudrun Jork vor der Stadthalle stellvertretend für viele andere Kunstwerke in Langen.

Auch Pfarrer Steffen Held von der Evangelischen Kirchengemeinde Langen ist begeistert: „Ich freue mich, dass wir mit der gemeinsamen Initiative den Lutherplatz aufwerten und einen künstlerischen Akzent mit bleibendem Wert zum Reformationsjubiläumsjahr 2017 setzen können. Wir sind dankbar, das Projekt gemeinsam mit dem Kreis Offenbach, der Sparkasse und der Stadt Langen stemmen zu können.“ Held hofft, dass viele Langener ebenfalls Interesse an „Kunst vor Ort“ haben und sich beteiligen. „Martin Luther hat mit den Idealen der Reformation, wie Glaubens-, Meinungs- und Gewissenfreiheit, die Gesellschaft geprägt“, sagt der Pfarrer. Gerade heute sei es von besonderer Bedeutung, diese Werte der Freiheit immer wieder neu zu begründen. „Ein guter Zeitpunkt also, jetzt ein künstlerisches Zeichen zu setzen."

Für die Teilnahme an der Ausschreibung müssen zeichnerische Skizzen im Maßstab 1:10, Erläuterungen zur Arbeit, der künstlerische Werdegang, ein Ausstellungsverzeichnis sowie Kataloge oder Fotos der Werke der zurückliegenden fünf Jahre bis spätestens Mittwoch, 31. Mai 2017, eingereicht werden. Es zählt das Datum des Poststempels. Entgegen nimmt die Unterlagen der Kreisausschuss des Kreises Offenbach, Bereich Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur, Haus des Lebenslangen Lernens (HLL), Frankfurter Straße 160 - 166 in 63303 Dreieich. Auch per E-Mail an kultur@kreis-offenbach.de können alle nötigen Dokumente eingereicht werden. Rückfragen beantwortet Marcel Subtil, Leiter der Kulturförderung, unter der Telefonnummer 06103 3131-1135. Alle eingereichten Arbeiten werden von einer Jury unter Einbindung der Evangelischen Kirchengemeinde Langen bewertet.

Weitere Informationen zu „Kunst vor Ort“ kann man im Internet unter http://www.kreis-offenbach.de/kunst-vor-ort abrufen.

 

Ihr Ansprechpartner:

Herr Metzger
Telefon  06182 925-60005
Telefax 06182 925-760076
E-Mail:  werbung@sls-direkt.de

 

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